Die Besitzverhältnisse der Höfe im Wandel der Zeiten.

 

Der Spodenhof

 

Der Spodenhof, so wie er sich heute darstellt, besteht aus zwei Höfen, nämlich dem Spoden- und dem Höserhof.

Im Jahre 1775 baute Matthias Spoden sein Wohnhaus mit unmittelbar nördlich davon angrenzendem Stallgebäude. Später wurde der Hof noch um ein Backhaus und eine Scheune talseits gegenüber erwei-tert.  

Im Jahre 1863, also rund 90 Jahre später, wurde der Höserhof angebaut. 

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts mussten die Nachfahren der Familie Spoden wegen Misswirtschaft ihren Hof verkaufen bzw. zur Ver-steigerung frei geben. Der Großvater von Herrn Willi Hermes, Herr Peter Diesburg, ersteigerte zu Beginn des 20. Jahrhunders davon die große Wiese, genannt Alenpech. Der Spodenhof selbst mit seinen Ländereien wurde von Herrn Michel Thölkes, einem Bruder von Meiich Kläs, gekauft, der dafür sein Erbteil einsetzte. Später heiratete Michel eine Elisabeth Arnoldy aus Kopscheid. Eines ihrer sieben Kinder, die Anna, heiratete Nikolaus Zirbes aus Scheidchen. Nikolaus Zirbes mit seiner Frau Anna bewirtschafteten den Hof weiter. Sie brachten vier Kinder zur Welt, nämlich den Peter, den Werner und die Zwillinge Marlies und Margreth. Nach dem Tod von Nikolaus Zirbes im Jahre 1978 wurde der Hof nicht mehr bewirtschaftet. Die vier Kinder ver-ließen nach und nach den Hof. Anna Zirbes lebte dort bis zu ihrem Tode im Jahre 2003 mehr oder weniger alleine. 

 

Der Höserhof wurde im Jahre 1863 unmittelbar in nördlicher Ver-längerung des bestehenden Spodenhofes mit Wohnhaus und Stal-lungen errichtet. Die Brüder Fritz, Hennes, Jäb und Kläs Höser bewirtschafteten den Hof als familiäre Nachfahren und Junggesellen in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Die zwei Schwestern trennten sich recht früh vom Hof, Ammi ging nach Düsseldorf und die andere Schwester nach Lambertsberg. Kläs heiratete im Alter die Witwe Elisabeth Fidler aus Lambertsberg. Elisabeth kam mit den drei anderen Brüdern mental nicht zurecht, worauf Kläs mit seiner Frau nach Lambertsberg zog. Der zuletzt überlebende Jäb ging nach Düsseldorf zu seinen Neffen, den Kindern seiner Schwester Ammi. Dort ist Jäb auch verstorben; seine Neffen wurden als Erben eingesetzt. Dem widersprachen in einem Erbstreit Kläs mit seinem Adoptivsohn Fritz Huberty aus Niederweiler  erfolgreich gegen die Erben aus Düsseldorf. Mit Hilfe von Schneidermeister Teo Richarrz aus Oberpierscheid wurden Kläs und Fritz Huberty als Erben eingesetzt. Hennes Höser wurde in den letzten Kriegstagen unterhalb seines Hofes erschossen, ob von der Wehrmacht, oder von den vorrückenden amerikanischen Soldaten, ist nicht bekannt.

Den nun leerstehenden Höserhof kauften Nikolaus und Anna Zirbes; die zum Höserhof gehörenden Ländereien ersteigerte  ein Herr Kreff, der gegenüber der Aussiedlung Alois Hoffmann ein Haus bauen wollte. Über den Rohbau ist er aber nicht hinaus gekommen; wegen un-lauteter Machenschaften verließ er Manderscheid bei Nacht und Nebel. Herr Hans Schmitt aus Düsseldorf kaufte den Rohbau mit den Ländereien und handelte fortan mit Pferden. 

 

Der Spodenhof in seiner baulichen Gesamtheit mit ca. 7.500 m² Land,  wurde am 09. September 2004 von Thilo und Annegret Stobbe, ebenfalls aus Düsseldorf, von der Erbengemeinschaft Zirbes käuflich erworben.         

Bild oben links zeigt Herrn Willi Hermes (links) mit Herrn Theres vor dem Wohnhaus Hermes im Jahre 2005.

Das Panoramabild zeigt den Spodenhof im Jahre 2005 mit Scheune.

Rechtes Bild zeigt ein Hausrelief über dem Eingang zum Wohnhaus Theres, Heute Spoo.

Bild links unten zeit einen Holzschuppen auf dem Thereshof.